Wegen Digitalisierung und Klimawandel

Die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik wird zum Umwelttechnologen für Wasserversorgung, und die Fachkräfte für Abwassertechnik heißen künftig Umwelttechnologen für Abwasserbewirtschaftung: Insgesamt vier Ausbildungsordnungen im Bereich Umwelttechnologie wurden modernisiert. Aus diesem Grund erhalten die Berufe neue Abschlussbezeichnungen, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mitteilt.

Neben den beiden genannten sind auch die Berufe Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (künftig Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft) sowie Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice betroffen. Letzterer wird in Zukunft die Abschlussbezeichnung Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen tragen. Die vier neuen Ausbildungsordnungen treten zum 1. August 2024 in Kraft. Grund für die Modernisierung sind laut BIBB Herausforderungen wie die Digitalisierung und der Klimawandel sowie veränderte technische und rechtliche Anforderungen.

Gestreckte Abschlussprüfung kommt
An die Stelle der traditionellen Prüfungsstruktur aus Zwischen- und Abschlussprüfung tritt bei allen vier Ausbildungen in Zukunft die gestreckte Abschlussprüfung. Diese findet in zwei zeitlich auseinanderliegenden Teilen statt. Und auch inhaltlich gibt es Neuerungen: Das Berufsprofil der Umwelttechnologen für Abwasserbewirtschaftung wird vor dem Hintergrund des Klimawandels unter anderem um den Schwerpunkt Regenwasserbewirtschaftung erweitert.

Beim Umwelttechnologen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft entfallen derweil die bisherigen Schwerpunkte (Abfallbeseitigung und -behandlung, Abfallverwertung und -behandlung, Logistik, Sammlung und Vertrieb). „Wer diesen Beruf ergreift, ist künftig dann in allen Bereichen einsetzbar“, erläutert das BIBB.

Gut zu wissen: Für alle Auszubildenden, die bereits 2023 ihre Ausbildung in einem umwelttechnischen Beruf begonnen und noch keine Zwischenprüfung absolviert haben, „ist eine Spurwechselmöglichkeit vorgesehen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung dreier Bundesministerien. So bestehe auch für den jüngsten Ausbildungsjahrgang die Möglichkeit,
auf Basis der neuen Regelungen qualifiziert zu werden.

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