Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

 

Du kommst nicht auf den letzten Drücker, sondern bist entspannte zehn Minuten früher da. Dein Handy ist ausgeschaltet. Du bist so angezogen, wie es dem Beruf entspricht: tadellos beim Bankkaufmann, eher leger beim Handwerksbetrieb.

Vor allem aber so, dass du dich dabei wohlfühlst. Du sparst an Accessoires, erscheinst gepflegt und in dezentem statt aufdringlichem Outfit. Mit einem festen Händedruck zeigst du Selbstbewusstsein.Du hast dich sehr gut über die Firma informiert und bist auf Fragen vorbereitet wie: „Warum interessieren Sie sich für eine Ausbildung in unserem Betrieb?“ Und: „Warum halten Sie sich für geeignet?“ Du signalisierst Offenheit, Neugierde und stellst selbst Fragen. Du kannst deine Stärken und Schwächen benennen. Du gibst Hobbys an, die für bestimmte Fähigkeiten sprechen: Fußball (für Teamgeist), ein Haustier (für Verantwortungsbewusstsein) …

Vorstellungsgespraech

 

Du hast lange vorher nachgesehen, was das Internet über dich preisgibt und hast unvorteilhafte Fotos und Einträge gelöscht. Freizeit am Computer zählt übrigens nicht zu den nennenswerten Hobbys!

Du weißt, dass du nicht die Gesprächsführung hast, bist konzentriert und selbstbewusst und schaust deinem Gegenüber in die Augen. Du achtest darauf, dass du dich nicht verstellst.

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Wann ist der Termin für das Vorstellungsgespräch? Habe ich bei der Vorbereitung an alles Wichtige gedacht? Wenn du dir solche oder ähnliche Fragen stellst, hast du die Antworten jetzt schnell und mobil zur Hand: mit der neuen App „Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch“ der Bundesagentur für Arbeit.

Den Lebenslauf nicht wörtlich wiedergeben

Im Bewerbungsgespräch ist es uninteressant, den Lebenslauf exakt wiederzugeben. Stattdessen solltest du auf Details eingehen, die sich nicht im Lebenslauf wiederfinden, jedoch für das Unternehmen interessant sein könnten – zum Beispiel, welches die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen waren, die du bislang gesammelt hast?

Nicht Platz nehmen, bevor du dazu aufgefordert wirst

Dies sollte insbesondere bei älteren Gesprächspartnern berücksichtigt werden. Falls du ohne Aufforderung einfach Platz nimmt, könnte dies als Unhöflichkeit interpretiert werden. Wenn dieser Eindruck bereits am Anfang entsteht, kannst du dieses Bild nur schwer wieder kippen. Kein Arbeitgeber möchte einen Mitarbeiter, der Kunden unhöflich begegnet.

Die Fragen nach Urlaubs- und Arbeitszeiten nicht als Erstes stellen

Freizeit ist wichtig. Dies ist auch dem Arbeitgeber klar. Jedoch solltest du ihm nicht den Eindruck vermitteln, dass dies die höchste Priorität bei deiner Bewerbung ist. In den meisten Fällen wird der potenzielle Arbeitgeber beziehungsweise Ausbildungsbetrieb diese Informationen von sich aus geben.

Nicht auf dem Stuhl sitzen, als würdest du gleich unter den Tisch rutschen

Beim Vorstellungsgespräch wird nicht nur darauf geachtet, was der Bewerber erzählt. Ebenso wird darauf geachtet, wie dessen Gesten und Haltung sind. Deshalb solltest du aufrecht auf dem Stuhl sitzen – allerdings ohne den Eindruck zu erwecken, du hättest einen Stock verschluckt. Eine aufrechte Haltung drückt Selbstbewusstsein aus. Firmen suchen Bewerber, die ihre Kunden überzeugen.

Keine Begrüßung mit laschem Händedruck

Ein fester Händedruck ist der erste Schritt, um beim Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck zu hinterlassen. Ansonsten wird der jeweilige Gesprächspartner möglicherweise Begriffe wie „nachgiebig“, „weich“ oder „schwach“ mit dir assoziieren. Die ersten Minuten eines Vorstellungsgesprächs sind oft entscheidend für den gesamten Ausgang einer Bewerbung. Dass deine Kleidung dem künftigen Ausbildungsplatz angemessen sein sollte, versteht sich dabei von selbst.

Bei kritischen Fragen nicht ins Stottern kommen

Der Gesprächspartner sucht üblicherweise gezielt nach Schwächen im Lebenslauf und spricht dich als Bewerber darauf an. Diese Schwächen sollten dir bekannt sein –zum Beispiel schwächere Zensuren in einzelnen Fächern. Du solltest dich also am besten gezielt auf solche Fragen vorbereiten, damit du später nicht davon überrascht wirst.

Nicht leugnen, dass auch Gespräche mit anderen Unternehmen geführt werden

Viele Bewerber könnten auf den Gedanken kommen, dass Unternehmen zurückschrecken, wenn man zugibt, dass man noch Vorstellungsgespräche mit anderen Firmen führt. Das Gegenteil ist der Fall: Du machst dich auf diese Art sogar noch interessanter für das Unternehmen. Wenn dein möglicherweise künftiger Chef sieht, dass deine Kompetenzen auch bei potenziellen Konkurrenten gefragt sind, merkt der Gesprächspartner, dass er um dich „kämpfen“ muss.

Nicht vergessen, das persönliche Umfeld von der Bewerbung in Kenntnis zu setzen

Auch nach einem Vorstellungsgespräch solltest du alles dafür tun, damit die Bewerbung erfolgreich wird. Dazu gehört, dass du alle Personen, die mit dir im selben Haushalt leben, darüber aufklärst, dass du dich bei der Firma „XY“ beworben hast und eventuell ein Anruf von dort kommen könnte.
Beispiel: Stell’ dir mal vor, dass jemand von dem Unternehmen für eine Rückfrage anruft, der WG-Kollege ans Telefon geht und laut durch die Wohnung ruft: „Hier ist eine Tussi, die von dir irgendwas wegen irgendeiner Bewerbung wissen will.“ Deine Chancen auf diesen Ausbildungsplatz wären im Nu drastisch gesunken.